Baden in der Ruhr | Copyright: Jochen Tack

Erlebe dein blaues Wunder

Über vierzig Jahre mussten die Essener Bürgerinnen und Bürger auf das Baden in „ihrer“ Ruhr verzichten. Jetzt hat das Warten ein Ende: Am 23. Mai wurde die Badestelle am Seaside Beach Baldeney offiziell eröffnet.

Ein ehemaliger Industriefluss wird den Menschen zurückgegeben

Die Ruhr steht exemplarisch für die Entwicklung der Stadt Essen. Von einem Fluss, an dem nur wenige Mühlen und Handwerksbetriebe siedelten, wurde das Fließgewässer zu einem Transportweg für Kohle und Entsorgungsort für Industrieabwässer. Durch Investitionen in Millionenhöhe in die Abwasserbeseitigung seit den 80-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat sich die Ruhr zu einem blauen und sauberen Gewässer entwickelt, in dem heute wieder die ersten Bürgerinnen und Bürger der Stadt baden können und dürfen. Unter dem Projektnamen „Sichere Ruhr“ wurden 2012 die Rahmenbedingungen für ein sicheres und rechtskonformes Baden und ein Frühwarnsystem erarbeitet, das die innerhalb der EU geltenden hygienischen Standards für Badegewässer berücksichtigt. Dieses System sagt Schwankungen der Wasserqualität voraus. Nur nach Starkregenereignissen, in deren Folge eine Entlastung der Regenbecken erfolgen muss, wird eine Sperrung des Badebereiches notwendig.

Das Frühwarnsystem

Ein eigens entwickeltes Frühwarnsystem zeigt die Tage an, an denen das Baden in der Ruhr nicht möglich ist. Interessierte können sich hierzu auf der Website der Stadt Essen unter www.essen.de/badeninderruhr informieren.

Wie das Frühwarnsystem funktioniert, zeigt dieser Film.